"Zeitlos freilich sind nur die Bilder. Das Denken der Zeit verhaftet,  verfällt auch wieder der Zeit.(1*)"

 

 

hofer portrait

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Das Wort 'darstellen`' hat für mich einen tieferen Sinn, den ich zu erfüllen trachte. Ich will nicht malen sondern darstellen, gestalten, aber es ist da Wunderbare, dass dies nur mit der stärksten Malerei wiederum möglich ist." Karl Hofer (1928) 

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Zwischen Ideal und Wirklichkeit
- Leben und Werk des Malers Karl Hofer
 

In der Dunkelheit des Universums taumelt, vom Licht eines weit entfernten Sterns beseelt, voll faszinierender Anmut und verborgenem Grauen, ein blauer Planet. Und diese Welt wird von einem Wesen bewohnt, welches der Kristallisationspunkt von Karl Hofers Schaffen war: der Mensch.

Karl Hofer war eine vielschichtige und eindrucksvolle Persönlichkeit, in menschlicher wie künstlerischer Hinsicht. Manchmal durchaus dickköpfig und provokant, suchte er seinen eigenen Weg, mit dem unbedingten Verlangen, durch eine am Klassischen Vorbild orientierten und in eine eigene Form gebrachte Kunstauffassung, das Wesen der Dinge und in besonderer Weise das des Menschen, sichtbar zu machen. Dabei ging es ihm nie nur um ein Abbilden der Natur.
Durch den Schöpfungsprozess selbst sollte in reduzierter und formell verdichteter Klarheit die Essenz von innerer und äußerer Form in der Fläche des Bildraums entfaltet werden.

Ein einfacher Mensch war Karl Hofer sicher nicht.
Aufgrund seiner biografischen Entwicklung konnte er dies nicht sein. Ambivalenz kennzeichnete ihn und sein künstlerisches Œuvre.
Zielstrebig und auf der Suche nach dem richtigen Weg: sensible Unsicherheit gepaart mit aufmüpfigem Selbstbehauptungswillen. Dabei schreckte er nicht vor Auseinandersetzungen zurück. Dies zeigte sich etwa in den Disputen mit seinem Mäzen Theodor Reinhardt über dessen Versuche, Hofers künstlerische Entwicklung zu beeinflussen.
Oder in den Konflikten mit den Nationalsozialisten, die er teils heftig anging. Deutlich zu Tage trat dies auch in der Auseinandersetzung um die Bewertung abstrakter und gegenständlicher Kunst, ein Streit, der sich an und mit ihm entzündete.
Selbst mit seinen eigenen Werken ging er zu Zeiten heftig ins Gericht, war sogar dazu bereit, sie zu zerstören wenn er der Meinung war, dass diese nicht mehr seinem künstlerischen Entwicklungsstand entsprachen.

Das vorliegende Webprojekt gliedert sich in zwei Bereiche:
die eigentliche Hauptseite, welche in komprimierter Form einen Einblick in Leben und Werk des Malers gewährt. Sowie der umfangreichen Material- und Informationssammlung, die in lebendiger und dynamischer Weise einer stetigen Weiterentwicklung unterliegt. Hier finden Experiment, Recherche und aktuelle Entwicklungen ihren Platz.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Museen und Einrichtungen, die unsere Bemühungen um dieses Projekt in freundlicher und kompetenter Weise unterstützt haben.


(1*) Zitat: Ingeborg Bachmann

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